Abfallwirtschaft - Landkreis Heilbronn
Abfallwirtschaft - Landkreis Heilbronn
Die Abfallentsorgung ist eine Pflichtaufgabe der Stadt- und Landkreise.
Über das für den Landkreis Heilbronn geltende System und die einzelnen Bestimmungen können Sie sich auf der Homepage des Landratsamtes näher informieren.
Sämtliche Informationen rund um die Abfallentsorgung - z.B. zu den Themen Abfallgebühren, Müllbehälter (vorgeschriebene Größen, Bestellmöglichkeit), Abfallkalender, Abfallarten oderEntsorgungsmöglichkeiten - können Sie unter dem Digitalen Abfallwegweiser finden.
Abfallsäcke für Restmüll und Gartenabfall können Sie im Bürgerbüro in der Langgasse 1 (Zugang über die Neutorstraße) erwerben.
Neuigkeiten
Wichtige Informationen zum neuen Abfallsammelsystem
Das Landratsamt informiert: Abfallkalender des Landkreises Heilbronn jetzt online statt gedruckt
Neues Sammel- und Gebührensystem Abfallwirtschaft 2026
„Der Landkreis Heilbronn plant das Sammel- und Gebührensystem der Abfallwirtschaft zum 01.01.2026zu ändern, indem sein Angebot bei der Abfallentsorgung erweitert und ein Holsystem mit einer Gelben Tonne eingeführt wird. Die Weichen für diese grundlegenden Änderungen hat der Kreistag am Montag, 8. Mai 2023, mit großer Mehrheit gestellt.
Eine anschauliche Zusammenfassung sowie die Verfahrensschritte in aller Kürze finden Sie hier (PDF-Dokument, 1,44 MB, 27.11.2024).
Die Änderungen sind auch im Folgenden zusammengefasst:“
- Alle Rest- und Bioabfallbehälter sind ab 2026 mit einem Identifikationssystem (PDF-Dokument, 364,38 KB, 14.05.2024) ausgerüstet, mit dem die Tonnen einem Grundstück zugeordnet werden.
- Der Landkreis Heilbronn bietet ab 2026 ein Gelbes System (PDF-Dokument, 300,75 KB, 14.05.2024) (Holsystem) für Leichtstoffverpackungen an. Das Recyclinghofsystem in den Städten und Gemeinden bleibt erhalten.
- Ab dem 1. Januar 2026 entfallen die Müllmarken und Banderolen. Die Rest- und Gartenabfallsäcke sollen weiterhin zum Verkauf angeboten werden.
- Für Bürgerinnen und Bürger, die bis Ende 2025 eine neue Restabfall- oder Biotonne benötigen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Heilbronn einen Infoflyer (PDF-Dokument, 634,12 KB, 14.05.2024) mit Alternativen zur Neuanschaffung erstellt.
Der Zeitplan der Umstellung sieht wie folgt aus:
- 1. Halbjahr 2024: Ausschreibung, Vergabe und Vertragsabschluss der Sammel- und Entsorgungsleistungen
- 2. Halbjahr 2024: Gebührenkalkulation auf Grundlage der abgeschlossenen Verträge, Beschluss der Gebühren und der Abfallwirtschaftssatzung durch den Kreistag
- Ende 2024/ Anfang 2025: Befragung der Grundstückseigentümer, Betriebsinhaber und Hausverwaltungen zur gewünschten Behältergröße (Bedarfsabfrage)
- Ende 2025: Zuordnung und Verteilung der neuen Abfallbehälter
- 2026: Start des neuen Sammel- und Gebührensystems
- 1. Quartal 2026: Sammeltermin zur Abholung der alten Abfallbehälter
Alle aktuellen Informationen zum neuen System hat der Abfallwirtschaftsbetrieb in einem FAQ zusammengefasst. Dieses wird fortlaufend aktualisiert und ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.aw-landkreis-heilbronn.de/unsere-aw/aktuelles/abfallwirtschaft-2026/ .
Bei Fragen zum neuen System steht der Abfallwirtschaftsbetrieb gerne unter umstellung2026(@)landratsamt-heilbronn.de oder 07131 994-398 zur Verfügung.
Landkreis Heilbronn - Gelbe und rote Karten für Störstoffe im Bioabfall
Im Landkreis Heilbronn werden Sammelfahrzeuge eingesetzt, die mithilfe von Detektoren fehlerhaft eingeworfene Abfälle (Störstoffe) im Bioabfall erkennen. Der Grund: Diese Störstoffe beeinflussen den ganzen Vergärungs- und Kompostierungsprozess des organischen Materials im Bioabfall und müssen am Ende des Prozesses aufwendig aussortiert werden. Daher sollen die Detektoren dazu beitragen, die Qualität des Bioabfalls für eine hochwertige Kompostierung und Vergärung zu verbessern.
Störstoffe sind Materialien, die nicht kompostiert werden können. Dazu gehören Plastiktüten, Glas, Dosen, Kronkorken, Zigaretten, Asche, Medikamente, mineralische Kleintierstreu, Windeln, Binden, Staubsaugerbeutel, Fäkalien und Hochglanzpapier.
Die Biotonne wird vor der Leerung am Müllfahrzeug überprüft. Ein akustisches Signal zeigt dann die Störstoffe an. „Stellt das Fahrzeug verschmutzten Bioabfall fest, wird die Biotonne beim ersten Mal noch entleert, allerdings wird ein gelber Anhänger angebracht. Dieser informiert die Nutzer der Biotonne, dass nicht zulässige Materialien enthalten sind", erklärt Beate Fischer, Leiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs. „Die zum Einsatz kommende Technik hat sich andernorts bereits bestens bewährt“, erläutert Fischer weiter.
Werden auch bei den Folgeleerungen wieder Abfälle festgestellt, die nicht in die Biotonne gehören, bleiben die Tonnen ungeleert stehen. Dann weist ein roter Anhänger auf die Beanstandung hin. Die Biotonne kann dann nachsortiert und bei der nächsten Leerung erneut bereitgestellt werden.
Informationen zur richtigen Befüllung der Biotonne sind auf der neuen Homepage der Abfallwirtschaft unter www.aw-landkreis-heilbronn.de zu finden.
Allgemeine Informationen
Der beste Weg der Abfallentsorgung – die Abfallvermeidung
Der beste Weg der Abfallverwertung ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen – vielmehr sollte er beim Kauf direkt schon vermieden werden, Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, die aber noch in gutem Zustand sind, sollten verkauft oder verschenkt werden und kaputte Gegenstände sollten, soweit wie möglich, repariert werden. Dadurch kann die Lebensdauer von Ressourcen erhöht werden – und gleichzeitig die Nutzung neuer Ressourcen verhindert werden.
Der Landkreis sowie Vereine unterstützen durch unterschiedliche Projekte die Abfallvermeidung:
- Reparatur-Cafés: Oft genügen wenige Handgriffe oder der Austausch eines kaputten Einzelteils, um defekte Gegenstände zu reparieren. Bei den Reparatur-Cafés können gemeinsam mit fachkundigen Ehrenamtlichen kaputte Gebrauchsgegenstände wieder repariert werden. Die nächsten Reparatur-Cafés befinden sich in Bad Friedrichshall oder Bad Rappenau
- Mehrwegwindeln: Einwegwindeln können sich schnell zu einem riesigen Abfallberg entwickeln – und zu hohen Kosten führen. Beim Umstieg auf Mehrwegwindeln, können Sie sich finanziell durch den Landkreis unterstützen lassen und somit Kosten sparen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Weitere Tipps zur Abfallvermeidung können Sie einer Zusammenstellung des Landkreises Heilbronns entnehmen.
Warum lohnt sich Abfalltrennung?
Abfalltrennung leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Durch die richtige Trennung können viele Materialien recycelt und wiederverwendet werden. So werden einerseits neue Rohstoffe eingespart und andererseits weniger Abfälle verbrannt. Deshalb spricht man in der Abfallwirtschaft auch nicht von „Müll“, sondern von Wertstoffen.
Aus Bioabfällen entsteht zum Beispiel nicht nur hochwertiger Kompost, sondern auch Strom und Wärme. Wenn Aluminiumverpackungen in der Gelben Tonne entsorgt werden, kann das Material wiederverwendet werden. Dadurch wird unter anderem der Regenwald geschützt, in dem Aluminium häufig abgebaut wird. Auch Elektroschrott sollte richtig entsorgt werden, etwa im Elektrofachhandel oder auf dem Recyclinghof. So können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und gleichzeitig Schadstoffe aus der Umwelt ferngehalten werden. Weitere Informationen zum Recycling verschiedener Wertstoffe können Sie der folgenden Broschüre entnehmen.
Damit der Abfall richtig recycelt werden kann, ist die richtige Trennung essenziel. Hinweise zur richtigen Entsorgung finden Sie im nächsten Abschnitt.
In welchen Müll schmeiße ich...?
Die richtige Mülltrennung ist wichtig, um Wertstoffe recyceln zu können. Die beste Form der Abfallverwertung ist jedoch, Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt „Der beste Weg der Abfallentsorgung – die Abfallvermeidung“.
Müll richtig zu entsorgen kann auf den ersten Blick kompliziert sein. Eine gute übersichtliche Darstellung können Sie hier aufrufen.
Wissenswertes zu den Tonnen:
- Biologisch abbaubare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne, da sie sich nicht schnell genug zersetzen. Verwenden Sie stattdessen Papiertüten oder Zeitungspapier.
- In die gelbe Tonne gehören ausschließlich Verpackungen, nicht etwa Kunststoff aller Art. Hochwertigen Kunststoff – wie beispielsweise Gießkannen – können Sie auf einem Recyclinghof entsorgen.
- Unterschiedliche Bestandteile sollten voneinander getrennt werden – auch wenn sie in die gleiche Tonne kommen. Z.B. sollte der Joghurtbecher getrennt von seinem Deckel in die gelbe Tonne geworfen werden, damit die unterschiedlichen Materialien recycelt werden können.
- Grobe Essensreste bitte vor dem Entsorgen entfernen, da die Sortieranlagen sonst den Wertstoff nicht richtig erkennen können.
Den nächsten Recyclinghof, Häckselplatz für Grünschnitt, die nächste Erddeponie und das nächste Entsorgungszentrum können Sie dieser Karte entnehmen. Nähere Informationen zu Baustoffrecyclinganlagen erhalten Sie auf dieser Seite. Hinweise zur Entsorgung von Schadstoffen sowie Termine der Schadstoffsammlung finden Sie hier.
Sie haben speziellen Abfall und wissen nicht wohin damit? – Im Abfall-ABC können Sie den Wertstoff eingeben und finden direkt die richtige Entsorgungsmöglichkeit.
Fördergeber
Die Bereitstellung der "Allgemeinen Informationen" wurde durch das Bundesministeriums für Umweltschutz, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die Nationale Klimaschutz Initiative gefördert.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.





