Roter Turm: Bad Wimpfen

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Roter Turm

Der staufische Wehrturm und östliche Bergfried der Kaiserpfalz hat ein mächtiges Buckelquaderwerk, das aus verschiedenen Baumaterialien (Sandstein, Tuffstein und Kalksteinaufbau) besteht.

Es wird angenommen, dass der Rote Turm für den Fall eines Angriffs als Notunterkunft oder letzte Zufluchtsstätte für den König oder Kaiser vorgesehen war, wofür die Innenausstattung des Turms mit Kamin, Wandnischen, Schlüssellochscharten und einer Abortanlage spricht.

Das rote Ziegeldach wurde im 30-jährigen Krieg zwar zerstört, dennoch hat er der Rote Turm seinen Namen bis heute behalten. Auf der angrenzenden Burgmauer über dem Unteren Stadttor steht das Nürnberger Türmchen, das in dankbarer Erinnerung an die Hilfe der Reichsstadt Nürnberg für das zerstörte Wimpfen im Dreißigjährigen Krieg erinnert.

  

Ausstellung

Heute wird der Rote Turm mit einem neuen Ausstellungskonzept wieder zu seinen Anfängen zurückgeführt und präsentiert sich als staufischer Wehrturm mit der entsprechenden Ausstattung und didaktisch aufbereitetem Hintergrundwissen aus der Zeit um 1200.
Schon im Eingangsbereich wird der Besucher auf eine Zeitreise mitgenommen, wenn die Staufermagd den Obolus einfordert und die Ritterrüstung aus dem kaiserlichen Rückzugsbereich mit Kamin, Abort und Schlafstätte weiter nach oben weist. Auf dem Weg erfährt die ganze Familie Wissenswertes an Schautafeln und kann Repliken von Waffen, Keramik, Fibeln, Schmuck in den Vitrinen bewundern.

Ein Replikat des Reichsschwertes, gefertigt für die Königskrönung des Welfen Otto IV. in Aachen im Jahre 1198, wird im 3. Geschoss des Turmes präsentiert, unter anderem wurde das Schwert auch dem Staufer Friederich II. übergeben, der dieses zu den Reichskleinodien aufnahm.

Oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht auf die Altstadt sowie über das Neckartal.

Aktionstag Roter Turm

Einmal im Jahr, am Internationalen Museumstag, findet ein Aktionstag zur Belebung des Roten Turms und seinem Vorplatz mit mittelalterlichem Lagerleben statt.

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