Mittwoch, 21. März 2018, 19:30 Uhr | Urfaust

von Johann Wolfgang von Goethe.

Faust will die Welt in ihrem Ganzen erfassen und die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet wissen. Rast- und ruhelos studiert er die Wissenschaften, greift nach Mitteln der Magie und muss doch erkennen, dass er seinen Ansprüchen nicht gerecht wird. Desillusioniert und von Selbstzweifeln geplagt verlässt er seine Studierstube und versucht an der Seite einer mysteriösen, aus dem Nichts auftauchenden Gestalt namens Mephistopheles im wahren Leben sein Verlangen nach Wissen und Erfahrung zu stillen. Er trifft auf die junge Margarete, in die er sich leidenschaftlich verliebt und die er um jeden Preis besitzen möchte. In dem unschuldigen Mädchen sieht er seine Rettung, während er für Margarete den Untergang bedeutet.

Zwischen 1772 und 1775 in Frankfurt am Main entstanden, ist der Urfaust das Werk eines jungen Stürmers und Drängers. Energiegeladen, formal unbändig und weitgehend in Prosa verfasst, ließ Goethe sich von der Verurteilung und Hinrichtung der Kindesmörderin Susanna Margarethe Brandt inspirieren. Faust ist neues Sternchenthema in Baden-Württemberg und wird ab 2019 im Abitur geprüft.

ab 16 Jahren/ab 11. Klasse/Sternchenthema

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

Mittwoch, 11. April 2018, 19.30 Uhr | Misery

von Stephen King/William Goldman

Der Schriftsteller Paul Sheldon wurde mit den Frauenromanen seiner Misery-Serie zwar weltberühmt, verabscheut sie insgeheim aber. Eines Tages verunglückte er lebensgefährlich mit seinem Auto in einem Schneesturm. Sein "größter Fan" die ehemalige Krankenschwester Annie Wilkes, rettet ihn und bringt ihn auf ihre abgelegene Farm. Zwar pflegt sie den durch seine Unfall ans Bett gefesselten Sheldon, entpuppt sich aber zunehmend als Psychopathin: Sie hält ihn bei sich gefangen, verbietet ihm jeglichen Kontakt zur Außenwelt und verlangt, dass er einen weiteren Roman über ihre Heldin Misery schreibt. Auf Protest des mittlerweile als verschollen geltenden Schriftstellers reagiert Wilkes mit Bestrafungen. Sheldon fügt sich ihrer Willkürherrschaft - zunächst jedenfalls ...

Misery ist ein meisterhafter Psychothriller von Stephen King und wurde 1990 von Hollywood verfilmt. Die Badische Landesbühne zeigt die Broadway-Bühnenfassung von William Goldman, die mit Bruce Willis als Paul Sheldon zum Kassenschlager wurde.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

Mittwoch, 09. Mai 2018, 19.30 Uhr | Der Steppenwolf

von Hermann Hesse

Harry Haller ist innerlich zerrissen: Er bewundert die Heroen der bürgerlichen Kultur, schätzt die saubere Gemütlichkeit, die ihm die Mansarde seines biederen Vermieters bietet, hat aber für die Pflichten und Institutionen der bürgerlichen Gesellschaft nur Verachtung übrig. Das sind die Thesen des "Traktats vom Steppenwolf" Wasser auf seine Mühlen. Das kleine Büchlein fordert auf zu einem unbedingten und extremen Leben. Doch auch nach dieser Lektüre wird Harry von Selbstzweifeln geplagt. Er flieht in die nächtlichen Großstadtstraßen, wo er von Hermine aufgelesen wird. Die androgyne Verführerin eröffnet ihm eine dionysische Erfahrungswelt. Er wird eingeladen in das magische Theater, wo er vorübergehend seine Persönlichkeit vergisst und seine Seele in eine surreale Bilderwelt zerfällt.

Hermann Hesse hatte in seinem Leben immer wieder Krisen zu bewältigen. So suchte er nach alternativen Lebensformen, erkundete sein Seelenleben und unternahm eine religiös inspirierte Reise nach Indien. Der Steppenwolf  ist neues Sternchenthema in Baden-Württemberg und wird ab 2019 im Abitur geprüft.

Einführung um 19 Uhr im Foyer.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

Mittwoch, 20. Juni 2018, 17:00 Uhr | Der Räuber Hotzenplotz - Freichlichtaufführung im Kurpark.

von Otfried Preußler

Kasperl und Seppel sind entsetzt: Der Räuber Hotzenplotz hat Großmutters Kaffeemühle geraubt. Sie beschließen, ihm das Handwerk zu legen, doch das ist gar nicht so einfach. Durch eine List finden sie zwar den Dieb, der aber nimmt sie gefangen. Während Seppel bei Hotzenplotz die Unordenung in der Räuberhöhle aufräumen muss, wird Kasperl an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft und in dessen Schloss zum Kartoffelschälen verdonnert. Glücklicherweise trifft er dabei auf eine Unke, die eigentlich die verzauberte Fee Amaryllis ist, und ihm helfen will.

Otfried Preußlers Der Räuber Hotzenplotz wurde 1962 erstmals veröffentlicht und begeistert seitdem Generationen junger Leser. Wir zeigen ihn im Theatersommer als abenteuerliches Märchen für die ganze Familie.

Ab 6 Jahren/ab 1. Klasse.

Karten 6,00 € für Erwachsene und 4,00 € für Kinder. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

 

Mittwoch, 20. Juni 2018, 20.30 Uhr | Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit - Feilichtaufführung im Kurpark

von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Figaro, der Kammerdiener des Grafen Almaviva, will die schöne Kammerzofe Susanne heiraten. Just am Hochzeitstag aber offenbart ihm die Verlobte, dass auch Graf Almaviva ein Auge auf sie geworfen hat. Er will sogar das von seiner Ehefrau abgeschaffte "Recht auf die erste Nacht" bei Susanne geltend machen - selbstverständlich ohne Gräfin Rosina davon in Kenntnis zu setzen. Doch nicht nur Graf Almaviva stört das junge Glück. Die bereits in die Jahre gekommene Haushälterin Marceline besteht auf ein Eheversprechen, das Figaro ihr gegeben haben soll und wird dabei nach allen Kräften von Bartolo unterstützt, der noch eine Rechnung mit Figaro offen hat. Der schönste Tag seines Lebens wird für Figaro im wahrsten Sinne zu einem "tollen" Tag: Es kommt zu Intrigen, Verwechslungen und zahlreichen Liebeswirren.

Beaumarchais fängt die Stimmung im vorrevolutionären Frankreich ein, indem Bedienstete mit Klugheit und Geschick auf humorvolle Weise gegen die Willkür des Adels aufbegehren. Wir zeigen sein Stück, das Mozart zu seiner großen Oper inspiriert hat, als turbulente Freilichtkomödie.

Karten 12,00 € und ermäßigte Karten 8,00 €. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr | Das Leben des Galilei

von Berthold Brecht

Galileo Galilei ist ein gefährlicher Mann, denn er weiß: Die Wahrheit ist ein Kind der Zeit. Mit neuen Instrumenten vermag die Wissenschaft, neue Erkenntnisse zu gewinnen und scheinbar unumstößliche Wahrheiten in Zweifel zu ziehen. Mit Hilfe eines Fernrohrs entdeckt Galilei am Himmel Erscheinungen, die belegen, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Damit wäre die Lehre des Kopernikus bewiesen. Mit ihr würde eine neue Zeit anbrechen; sie würde die Herrschaftsansprüche von Staat und Kirche untergraben. Als der wichtigste Astronom im Vatikan Galileis Entdeckungen bestätigt, hofft dieser, endlich den Sieg für die Vernunft errungen zu haben. Das Heilige Offizium aber erklärt das kopernikanische Weltbild für ketzerisch.

Acht Jahre lang hält Galilei still. Er sieht seine Chance, als ein Wissenschaftler zum neuen Papst gewählt wird. Doch dieser hält wider besseres Wissen an der alten Wahrheit fest und lässt Galilei von der Inquisition verhören. Unter Androhung der Folter widerruft Galilei seine Lehre und enttäuscht seine Anhänger; allen voran Andrea Sarti, seinen besten Schüler. Bis zu seinem Tod bleibt Galilei ein Gefangener der Inquisition, kann aber die Discorsi, sein wissenschaftliches Vermächtnis, vollenden. Als ihn Andrea Sarti nach zehn Jahren ein letztes Mal besucht, bevor er Italien verlässt, gibt ihm Galilei eine heimlich angefertigte Abschrift der Discorsi mit. Es gelingt Andrea, das Buch über die Grenze zu schmuggeln.

Bertolt Brechts 1938 im dänischen Exil begonnenes Schauspiel Leben des Galilei liegt in drei Fassungen vor. Unter dem Eindruck des Abwurfs amerikanischer Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki war es die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft, die Brecht ins Zentrum der letzten Fassung

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

 

Mittwoch 31. Oktober, 19.30 Uhr | Hexen

von Peter Lund/Danny Ashkenasi

Zwei Frauen stehen an der Bushaltestelle und tragen das gleiche Kleid. Skandal! Magie ist im Spiel. Sie scheinen sich zu kennen, obwohl sie einander noch nie begegnet sind. Anna Golde und Grete Strumpf sind Hexen, und Hexen erkennen sich immer und überall. Beide stehen sie an der Schwelle zu ihrem neunten Hexenleben, höchste Zeit, Bilanz zu ziehen, um im nächsten und letzten Leben endlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. In bösen, komischen und aberwitzigen Szenen und Songs erzählen Anna und Grete, wie es ihnen in zweitausend Jahren Zivilisation bisher ergangen ist. Ob als Eva, Salome, Lady Macbeth, Lillith, Circe, Lebkuchenhexe oder Medea – jedes Mal mussten sie sich aufs Neue mit der Entscheidung zwischen Familie und Karriere herumschlagen. Aber warum hat sich daran bis heute nicht wirklich etwas verändert? Und warum ist das mit der Liebe nur immer so schwierig? So viel steht fest: Hexen wollen was vom Leben und ihren Männern, lieben die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und sind bereit, dafür Konventionen zu sprengen und Tabubrüche zu begehen. Auf dem Scheiterhaufen landen sie sowieso meist.

Das Kammermusical Hexen des deutschen Regisseurs und Autors Peter Lund und des amerikanischen Komponisten Danny Ashkenasi entwickelte sich gleich nach seiner Uraufführung im Jahre 1991 zu einem Dauerbrenner auf Deutschlands Studiobühnen. Die Musik bietet Anklänge an amerikanische Volksmusik, die späten Werke Weills, französischen Chanson sowie jiddischen Klezmer. Sie reicht von Balladen über kleine Arien und Duette bis hin zu Sprechgesang und untermaltem Dialog.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

 

Mittwoch, 5. Dezember 19:30 Uhr | Der nackte Wahnsinn

von Michael Frayn

Chaos pur bei der Generalprobe eines Tourneetheaters: Die Premiere der ziemlich platten Komödie Nackte Tatsachen steht kurz bevor und nichts klappt. Dotty vergisst permanent ihre Requisiten und Selsdon seinen Text, Brooke verliert ständig ihre Kontaktlinsen und der Regisseur Lloyd langsam auch seine Geduld. Hinzu kommen zahlreiche Zankereien, Eifersüchteleien und eine Menge Missverständnisse innerhalb des Ensembles: Wer hat nun mit wem eine Affäre? Was tun mit hysterischen und nervenschwachen Schauspiel-Diven? Wie bekommt man einen vom Whiskey angeheiterten Kollegen dazu, seinen Auftritt nicht zu versäumen?

In dieser turbulenten Komödie erlebt der Zuschauer die planlose Theatertruppe zunächst bei der Generalprobe aus Sicht des Zuschauerraums, bei einer der späteren Vorstellungen mit Blick auf die Hinterbühne und bei einer der letzten Aufführungen wieder aus der Zuschauerperspektive. Eines haben alle drei Darbietungen gemeinsam: Nichts läuft so, wie es soll; es wird munter improvisiert und alles gerät mehr und mehr aus dem Ruder – sowohl im Privatleben der Darsteller als auch in der Bühnenhandlung: Eben der nackte Wahnsinn!

Mit Noises Off, so der englischsprachige Titel, ist dem britischen Autor Michael Frayn einer der großen Klassiker unter den Theaterkomödien gelungen. Seit der Uraufführung 1982 in London wird seine „Farce in der Farce“ weltweit erfolgreich nachgespielt. Die Zuschauer erleben nicht nur ein Pointen-Feuerwerk mit zahlreichen Bühnenpannen, sondern erhalten auch einen Einblick in das Geschehen hinter den Kulissen. Der nackte Wahnsinn ist eine Liebeserklärung an das Theater.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.