Mittwoch 31. Oktober, 19.30 Uhr | Hexen

von Peter Lund/Danny Ashkenasi

Zwei Frauen stehen an der Bushaltestelle und tragen das gleiche Kleid. Skandal! Magie ist im Spiel. Sie scheinen sich zu kennen, obwohl sie einander noch nie begegnet sind. Anna Golde und Grete Strumpf sind Hexen, und Hexen erkennen sich immer und überall. Beide stehen sie an der Schwelle zu ihrem neunten Hexenleben, höchste Zeit, Bilanz zu ziehen, um im nächsten und letzten Leben endlich die richtigen Entscheidungen zu treffen. In bösen, komischen und aberwitzigen Szenen und Songs erzählen Anna und Grete, wie es ihnen in zweitausend Jahren Zivilisation bisher ergangen ist. Ob als Eva, Salome, Lady Macbeth, Lillith, Circe, Lebkuchenhexe oder Medea – jedes Mal mussten sie sich aufs Neue mit der Entscheidung zwischen Familie und Karriere herumschlagen. Aber warum hat sich daran bis heute nicht wirklich etwas verändert? Und warum ist das mit der Liebe nur immer so schwierig? So viel steht fest: Hexen wollen was vom Leben und ihren Männern, lieben die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit und sind bereit, dafür Konventionen zu sprengen und Tabubrüche zu begehen. Auf dem Scheiterhaufen landen sie sowieso meist.

Das Kammermusical Hexen des deutschen Regisseurs und Autors Peter Lund und des amerikanischen Komponisten Danny Ashkenasi entwickelte sich gleich nach seiner Uraufführung im Jahre 1991 zu einem Dauerbrenner auf Deutschlands Studiobühnen. Die Musik bietet Anklänge an amerikanische Volksmusik, die späten Werke Weills, französischen Chanson sowie jiddischen Klezmer. Sie reicht von Balladen über kleine Arien und Duette bis hin zu Sprechgesang und untermaltem Dialog.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.

Mittwoch, 5. Dezember 19:30 Uhr | Der nackte Wahnsinn

von Michael Frayn

Chaos pur bei der Generalprobe eines Tourneetheaters: Die Premiere der ziemlich platten Komödie Nackte Tatsachen steht kurz bevor und nichts klappt. Dotty vergisst permanent ihre Requisiten und Selsdon seinen Text, Brooke verliert ständig ihre Kontaktlinsen und der Regisseur Lloyd langsam auch seine Geduld. Hinzu kommen zahlreiche Zankereien, Eifersüchteleien und eine Menge Missverständnisse innerhalb des Ensembles: Wer hat nun mit wem eine Affäre? Was tun mit hysterischen und nervenschwachen Schauspiel-Diven? Wie bekommt man einen vom Whiskey angeheiterten Kollegen dazu, seinen Auftritt nicht zu versäumen?

In dieser turbulenten Komödie erlebt der Zuschauer die planlose Theatertruppe zunächst bei der Generalprobe aus Sicht des Zuschauerraums, bei einer der späteren Vorstellungen mit Blick auf die Hinterbühne und bei einer der letzten Aufführungen wieder aus der Zuschauerperspektive. Eines haben alle drei Darbietungen gemeinsam: Nichts läuft so, wie es soll; es wird munter improvisiert und alles gerät mehr und mehr aus dem Ruder – sowohl im Privatleben der Darsteller als auch in der Bühnenhandlung: Eben der nackte Wahnsinn!

Mit Noises Off, so der englischsprachige Titel, ist dem britischen Autor Michael Frayn einer der großen Klassiker unter den Theaterkomödien gelungen. Seit der Uraufführung 1982 in London wird seine „Farce in der Farce“ weltweit erfolgreich nachgespielt. Die Zuschauer erleben nicht nur ein Pointen-Feuerwerk mit zahlreichen Bühnenpannen, sondern erhalten auch einen Einblick in das Geschehen hinter den Kulissen. Der nackte Wahnsinn ist eine Liebeserklärung an das Theater.

Karten im I. Rang 12,00 €/8,00 €, II. Rang 11,00 €/7,00 €, Rang III € 9,00/6,00. Eintrittskarten und weitere Infos bei Kultur und Tourismus Telefon 07063-97200.