Kommunale Wärmeplanung
Entwurf des Endberichts der kommunalen Wärmeplanung
Der Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung wird vom 16.03.2026 bis zum 15.04.2026 für die Dauer eines Monats hier veröffentlicht werden. Während der Dauer der Veröffentlichungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werde. Die Stellungnahmen können elektronisch an die E-Mail-Adressen klimaschutz(@)badwimpfen.de oder stadtverwaltung(@)badwimpfen.de gesendet werden. Bei Bedarf können Stellungnahmen auch auf anderem Weg (z.B. schriftlich oder mündlich zur Niederschrift) bei der Gemeinde abgegeben werden. Vorgebrachte Stellungnahmen sollten die vollständige Anschrift des Verfassers oder der Verfasserin enthalten. Neben der Veröffentlichung im Internet werden die oben genannten Unterlagen im Rathaus, Marktplatz 1, 74206 Bad Wimpfen, im Foyer des Erdgeschosses während den üblichen Öffnungszeiten Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Montag zusätzlich von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr und Mittwoch zusätzlich von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr öffentlich ausgelegt. Nach Prüfung und ggf. der Einarbeitung der Stellungnahmen wird der Bericht dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Der beschlossene Bericht wird anschließend dauerhaft auf der städtischen Homepage auf dieser Seite veröffentlicht werden.
Bericht zur zweiten Öffentlichkeitsveranstaltung der kommunalen Wärmeplanung
Am Dienstag, den 24.02.2026, fand gemeinsam mit der Gemeinde Untereisesheim die zweite Öffentlichkeitsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung statt. Zu Beginn wurde nochmals erläutert, wie in Bad Wimpfen derzeit geheizt wird und welche erneuerbaren Wärmequellen künftig genutzt werden können. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand anschließend die Frage: Wie kann die Wärmeversorgung der Stadt langfristig klimafreundlich und bezahlbar gestaltet werden?
Wo könnte ein Wärmenetz entstehen?
Für die Altstadt am Berg zeigt die Untersuchung, dass sich dort ein Wärmenetz grundsätzlich anbietet. Die Stadtverwaltung befindet sich hierzu bereits in Gesprächen mit möglichen Projektpartnern. Zwischen der Altstadt und dem Baugebiet Wolfsberg wurde außerdem ein kleinerer Bereich identifiziert, in dem ein begrenzter Netzausbau des Wärmenetz der Firma Bauer Holzenergie umgesetzt wird. Hier ist der Anschluss der Ludwig-Frohnhäuser-Schule und des bestehenden, aber noch nicht in Betrieb genommenen Netztes im Wolfsberg vorgesehen. Ein großflächiger Ausbau ist hier jedoch nicht zu erwarten.
Was bedeutet das für die übrigen Stadtgebiete?
Da es derzeit nur unkonkrete Pläne für einen weiteren Ausbau von Wärmenetzen in den übrigen Stadtgebieten gibt, sind diese nicht für eine Versorgung über ein Wärmenetz vorgesehen. Das heißt: Hier wird die Wärmeversorgung auch künftig individuell organisiert werden müssen, zum Beispiel über eine Wärmepumpe, eine Pelletheizung oder andere dezentrale Lösungen. Um die Bürgerinnen und Bürger hierbei zu unterstützen, wird es verschiedene Informations- und Beratungsangebote rund um Sanierung, Heizungsmodernisierung und Fördermöglichkeiten geben.
Den Inhalt der zweiten Öffentlichkeitsveranstaltung können Sie hier (PDF-Dokument, 2,74 MB, 03.03.2026) einsehen.
Wichtig zu wissen ist: Die Kommunale Wärmeplanung verpflichtet weder die Stadt noch einzelne Bürgerinnen und Bürger zu konkreten Maßnahmen. Sie sichert auch keine Bestimmte Wärmeversorgung zu. Vielmehr zeigt sie auf, wo ein Wärmenetz sinnvoll sein könnte und wo individuelle Lösungen notwendig bleiben.
Kostenlose Beratung
Wer sich bereits jetzt zu Themen wie Sanierung, Wärmepumpe oder Fördermöglichkeiten informieren möchte, kann die kostenlose EnergieStartBeratung nutzen. Termine können online
oder telefonisch unter 07131 38542-70 vereinbart werden.
Bericht zur ersten Öffentlichkeitsveranstaltung der kommunalen Wärmeplanung
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung fand am Dienstag den 19.11.2025 die erste Öffentlichkeitsveranstaltung statt. Hierbei wurden zunächst die Bestands- und Potentialanalyse vorgestellt. In einer weiteren Öffentlichkeitsveranstaltung im März werden die endgültigen Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt werden.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein reines Planungskonzept, das den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aufzeigen soll. Dabei werden zunächst in der sogenannten Bedarfsanalyse, der aktuelle und zukünftige Wärmebedarf der gesamten Kommune ermittelt. In der zweiten Phase, der Potentialanalyse werden die zur Verfügung stehenden Potentiale untersucht, d.h. es wird geguckt, durch welche klimaneutralen Wärmequellen die Kommune zukünftig versorgt werden kann. Wärmequellen sind zum Beispiel die Solar- und die Geothermie. Anschließend folgt die Entwicklung eines Zielszenarios, in dem eine Strategie zur zukünftigen klimaneutralen Wärmeversorgung entwickelt wird. Um das Zielszenario zu erreichen werden abschließend Maßnahmen definiert.
Die kommunale Wärmeplanung gibt dabei keine Antworten auf individuelle Lösungen einzelner Hausbesitzer zur klimaneutralen Wärmeversorgung. Sie zeigt nur auf, wo theoretisch Wärmenetze entstehen können und viel wichtiger, wo auf jeden Fall individuelle Lösungen gefunden werden müssen. Da die kommunale Wärmeplanung nur ein reines Planungskonzept ist, folgen aus ihr auch keinerlei rechtlichen Konsequenzen.
Den Inhalt der ersten Öffentlichkeitsveranstaltung und damit die Bestands- und Potentialanalyse Bad Wimpfens können Sie unter "KWP Ergebnispräsentation Öffentlichkeitsveranstaltung Bad Wimpfen.pdf" (PDF-Dokument, 4,63 MB, 26.11.2025) aufrufen.
Die kommunale Wärmeplanung für die Stadt Bad Wimpfen kommt
Bis zum Jahr 2040 wird angestrebt, die Energieversorgung in Baden-Württemberg und der Stadt Bad Wimpfen möglichst klimaneutral zu gestalten. Damit dieses Ziel erreicht wird, müssen wir die Wärmeversorgung unserer Gebäude neu denken. Dies erfordert auch eine grundlegende Umgestaltung der kommunalen Wärmeversorgung. Die Stadt Bad Wimpfen lässt dafür zusammen mit sieben weiteren Kommunen aktuell einen kommunalen Wärmeplan erstellen. Auf diese Weise erhalten Einwohner*innen eine Planungshilfe und können zugleich transparent die Entscheidungen auf kommunaler Ebene nachvollziehen. Gemäß den Vorgaben des Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes Baden-Württemberg (KlimaG BW) mussten die großen Kreisstädte bis zum 31.12.2023 einen so genannten kommunalen Wärmeplan vorlegen. Kleinere Kommunen wie Bad Wimpfen sind bis spätestens 30.06.2028 aufgerufen, einen solchen zu erarbeiten.
Was ist ein kommunaler Wärmeplan?
Ein kommunaler Wärmeplan bildet die strategische Grundlage für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung einer Kommune. Er umfasst eine Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs, stellt eine Prognose für den zukünftigen Wärmebedarf auf und bietet wichtige Informationen über die vorhandene Netzinfrastruktur, aber auch über die Potenziale zur Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien, um darauf basierend ein Zielszenario zu definieren. Das Zielszenario legt fest, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung für die Kommune umgesetzt werden kann. Darauf aufbauend wird eine Wärmewendestrategie entwickelt, die Handlungsempfehlungen formuliert, um das festgelegte Ziel zu erreichen. Konkrete darauf aufbauende Maßnahmen (z.B. Ausbau von Versorgungsnetzen) sind nicht Gegenstand der kommunalen Wärmeplanung.
Datenschutz
Die Regelungen in § 33 KlimaG BW sowie im Wärmeplanungsgesetz (WPG) schaffen die nach allgemeinem Datenschutzrecht erforderliche Rechtsgrundlage für die Bereitstellung und Einholung von Daten, die für die Erstellung Kommunaler Wärmepläne notwendig sind. Ein weiterer Teil basiert darauf, dass Gewerbe und Industrie freiwillig dazu beitragen, Daten bereitzustellen. Sie als Bürger*innen müssen allerdings nicht aktiv werden. Die Darstellungen, die im Zusammenhang mit der kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht und als Planwerk zur Verfügung gestellt werden, erlauben keine Rückschlüsse auf Energieverbrauch und Energieversorgung einzelner Bürger*innen oder auf den Geschäftsbetrieb von Unternehmen.
Weitere Informationen
Das Unternehmen EnergyEffizienz GmbH ist von den Konvoi-Kommunen Bad Wimpfen, Bad Friedrichshall, Gundelsheim, Hardthausen, Langenbrettach, Neuenstadt am Kocher, Offenau und Untereisesheim auf Basis einer Ausschreibung mit der Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt worden.
Weitere Informationen zur kommunalen Wärmeplanung und zum Datenschutz finden Sie im Leitfaden des Umweltministeriums Baden-Württemberg: https://www.badenwuerttemberg.de/de/service/publikation/did/handlungsleitfaden-kommunale-waermeplanung
Stadt Bad Wimpfen, 07.03.2025
Fördergeber
Die Bereitstellung der Informationen wurde durch das Bundesministeriums für Umweltschutz, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die Nationale Klimaschutz Initiative gefördert.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
